Seit über 100 Jahren wird an jedem zweiten Sonntag im Mai der Muttertag begangen. Ausgehend von den USA etabliert er sich Anfang des 20. Jahrhunderts weltweit. Der Tag sollte helfen, die Rechte der Mütter bzw. Frauen durchzusetzen, z. B. das Frauenwahlrecht. Anna Marie Jarvis wirbt für einen Freundschafts- und Danktag für die Mütter. Sie verteilt Nelken, die Lieblingsblume ihrer Mutter, nach einem Gedenkgottesdienst. Seitdem gelten weiße Nelken für verstorbene Mütter und rote Nelken für lebende Mütter.
Ein hübscher Blumenstrauß würde in unsere dunkel rot-violette Glasvase passen. Sie besitzt einen gedrückt-bauchigen Korpus mit eingeschnürter Wandungsmitte sowie einen zylindrischen Hals mit ausgestelltem Mündungsrand. Brigitte Höfs entwirft die Blumenvase in den 1970er-Jahren. Sie ist mundgeblasen, d. h., mittels Glasmacherpfeife wird die flüssige Glasmasse aus dem Ofen geholt und durch Drehung, Schwerkraft, Lungendruck sowie Werkzeuge in Form gebracht.
Die Geschichte der Glashütte ist relativ jung: Sie wird 1946 von heimatvertriebenen Sudetendeutschen als sogenannte Umsiedlergenossenschaft gegründet. 1966 übernimmt die Hochschule für industrielle Formgestaltung Burg Giebichenstein den VEB Glaswerk Harz-Kristall in Derenburg. Heute gehört die Glasmanufaktur zu den wenigen Glashütten, die mundgeblasene Vasen, Lampen, Schreibfedern oder Weihnachtsschmuck herstellen.
