Strümpfe made in Sachsen

Foto: Archiv Industriemuseum Chemnitz

Hinter dem klangvollen Namen Esche verbirgt sich eine einst in Chemnitz und Umgebung weit verzweigte Unternehmerfamilie. Über 250 Jahre wirkte sie innovativ und erfolgreich im Textilmaschinenbau und in der Textilproduktion.

Die Anfänge finden sich in dem kleinen Rittergutsdorf Limbach. Dort legte Johann Esche kurz nach 1700 mit einem Seidenwirkstuhl den Grundstein der erfolgreichen Familiendynastie in Sachen Maschen.
Im 19. Jahrhundert existierten in Limbach mehrere Firmen namens Esche, die die Industrialisierung in der Region maßgeblich voran brachten. Die Strumpffabrik Moritz Samuel Esche wanderte schließlich nach Chemnitz ab und wurde dort ein Global Player der sächsischen Textil- und Industriegeschichte.

Ausgezeichnet

Sächsischer Staatspreis für Design 2023

Der Sächsische Staatspreis für Design wird seit 1992 vom Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr verliehen.

Der Preis versteht sich als verknüpfendes und unterstützendes Element der sächsischen Designwirtschaft und will die Relevanz von Design zur Gestaltung von Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar machen. Das Wettbewerbsjahr 2023 lud erstmals zur Beteiligung an zwei Wettbewerben ein.

Am 13. November 2023 hat Wirtschaftsminister Martin Dulig die PreisträgerInnen ausgezeichnet. Für den regionalen Design Mission Award zur Würdigung sächsischer Designleistungen und den nationalen Design Vision Award standen Preisgelder in Höhe von insgesamt 80.000 Euro zur Verfügung. Damit gehört der etablierte sächsische Designpreis zu den höchstdotierten in Deutschland.

Die Neukonzeption des Preises sorgte für eine Rekordteilnahme. Aus 263 Einreichungen wählte die Jury 36 Nominierte aus. Ausgezeichnet wurden 15 Designleistungen. Die Bandbreite der geehrten Projekte reicht dabei von der designtheoretischen Auseinandersetzung mit der globalen Bedeutung des Brotbackens bis zur ​​ersten blei- und nickelfreien Trompete. Die Ausstellung zeigt in Interventionen die PreisträgerInnen beider Kategorien.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Power2Change

Mission Energiewende

Können wir aus CO2 künftig Socken herstellen? Oder Rohstoffe für Medikamente? Tanken LKWs, Schiffe oder Flugzeuge bald Wasserstoff oder E-Fuels? Und wie kann Grüner Strom flexibel genutzt und transportiert werden?

Die Energiewende ist der Schlüssel für eine klimaneutrale Zukunft ohne Öl und Gas. Viele Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen arbeiten an neuen Konzepten und Technologien für die Energiewende.
In der Ausstellung werden Herausforderungen, Lösungswege und Forschungsprojekte vorgestellt. Forscher und Forscherinnen laden ein, mit ihnen auf "Mission Energiewende" zu gehen. Verschiedene Themenbereiche zeigen, wie eine sichere, bezahlbare und klimaneutrale Versorgung mit Energie und Rohstoffen funktionieren kann. Was hat das mit unserem Alltag zu tun? Deutschland soll bis zum Jahr 2045 klimaneutral werden und die gesamte Energie- und Rohstoffversorgung auf erneuerbare Quellen umstellen. Für Privathaushalte bedeutet das zum Beispiel den Umstieg auf Elektroautos und auf Wärmepumpen. Doch die Herausforderungen für die Industrie sind viel größer.
Anhand von Beispielen aus der aktuellen Industrieforschung werden neue Ansätze vorgestellt, die helfen können, die Energiewende zu meistern. Begleitet wird die Ausstellung von einem umfangreichen Rahmenprogramm. Dazu gehört auch das "Power2Change:Energiemobil", das parallel zur Ausstellung auf Tour durch die Region geht und zum Entdecken, Begegnen und zum Austausch über die Energiewende einlädt.

MOBILE KinderTRÄUME

Wer liebt sie nicht, die bunten Zwei-, Drei- und Vierräder?

20 Highlights aus 70 Jahren „mobiler Kinderwelten“ zeigt das Industriemuseum Chemnitz in Zusammenarbeit mit dem Chemnitzer Kinderfahrzeugsammler Eckart Holler und dem Depot Pohl-Ströher in Gelenau. Die Ausstellungsstücke zeigen eine ungeahnte Bandbreite an Kreativität, Erfindergeist und technischem Knowhow.

Kinderfahrzeuge ermöglichen einen Blick in die Alltagsrealitäten ihrer Zeit und die Entwicklungen von Mobilität, Gesellschaft und Pädagogik.
Waren die ersten Fahrzeuge im 19. Jahrhundert für Kinder noch handgefertigte Prestigeobjekte, so förderten die industrielle Produktion und ein neues pädagogisches Verständnis, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, den massenhaften Einzug der Spielzeuge in die Kinderzimmer.

So mancher Erwachsene fühlt sich heute beim Anblick der Roller, Dreiräder und Tretfahrzeuge wieder in seine Kindheit zurückversetzt.

Die Geschichte der Kinderfahrzeuge
Eckhart Holler - Sammler aus Leidenschaft
Die speziellen Horchs
Der Ferbedo (DKW) - Eigenbau
Das Herbert Steidl-Fahrzeug
Die Horch-Fahrzeuge
Das Gutbrod-Fahrzeug
Die Holländer
Die Bächtiger-Fahrzeug
Der Thunderbird und der Straßenkreuzer
Das Raketendreirad
Das Lilliput-Fahrzeug
Das Pittylein
Die MGW-Fahrzeuge