Archiviert: 04.11.2025

Tales of Transformation

Vortragsreihe mit Thomas Morgenstern

Im Rahmen der Ausstellung „Tales of Transformation“ (25. April – 16. November 2025) widmet sich ein vielseitiges Begleitprogramm den unterschiedlichen Facetten von Transformation. Ein besonderes Highlight bildet die Vortragsreihe mit Thomas Morgenstern, Dipl.-Ing. Architektund von 1989 bis 2019 Leiter der Denkmalschutzbehörde der Stadt Chemnitz. Morgenstern beeinflusste maßgeblich den Erhalt zahlreicher Industriedenkmale in der Region und gilt als ausgewiesener Experte auf diesem Gebiet. An drei Abenden wird er im Industriemuseum Chemnitz spannende Einblicke in seine Arbeit geben und den Wandel der Industriearchitektur sowie die Bedeutung des Denkmalschutzes im Kontext städtischer Transformation beleuchten.

Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei.

16.9., 19 Uhr | Zwischen Abriss und Schnäppchenjagd – Die frühen 90er in Chemnitz.

Mit der deutschen Wiedervereinigung und der Währungsunion gingen viele ostdeutsche Industriebetriebe in Konkurs. Um den planlosen Abbruch historisch relevanter Industriearchitektur zu verhindern, war für die Denkmalschutzbehörden schnelles Handeln geboten. In der DDR-Denkmalliste waren nur wenige Industrieobjekte enthalten. Die ab 1990 einsetzende gesetzliche Unterschutzstellung konnte viele Industrieobjekte retten. Deren Sanierung und Nachnutzung lief jedoch anfangs nicht so schnell an, wie gewünscht. Zunächst ging es um Sicherungsmaßnahmen zum Substanzerhalt und die Bergung einzelner Maschinen für das Industriemuseum. Mit der Esche-Fabrik gelang eine erste Nachnutzung.

7.10., 19 Uhr | Stadtumbau Ost – Stadtumbau Chemnitz

Das mit dem Jahre 2001 einsetzende Stadtumbauprogramm Ost beschäftigte die Denkmalschutzbehörden über 8 Jahre, um die negativen Auswirkungen möglichst gering zu halten. Auch wenn das Programm vorrangig für den Rückbau von "überschüssigen“ Wohnungen in Plattenbau-Wohngebieten gedacht war, traf es auch denkmalgeschützte Wohngebäude. Die Sanierung und Umnutzung von Industriedenkmalen war kaum davon betroffen. Große brachgefallene Industriedenkmale machten Fortschritte in ihrer Entwicklung, so der Schönherr-Webstuhlbau, die Bernhard‘sche Spinnerei in Harthau oder das Wirkbau-Areal. Diese Objekte sollen näher betrachtet werden.

4.11., 19 Uhr | Chemnitzer Umnutzungsprojekte der letzten zehn Jahre.

In den Jahren 1991 bis 2020 war es gelungen, mehr als 120 denkmalgeschützte Industriebauten im Stadtgebiet von Chemnitz zu sanieren und umzunutzen, einige auch auf Makrostandorten wie der Schönherr-Webstuhlbau. In den letzten Jahren, seit der erfolgreichen Bewerbung von Chemnitz für die Europäische Kulturhauptstadt 2025, sind einige „lange auf Eis liegende“ Industriedenkmale wie das Straßenbahndepot Kappel, das Schmidt-Rottluff Areal oder die Hartmann-Fabrikhalle nun erfolgreich saniert und werden für Aktivitäten der Kulturhauptstadt genutzt.


Industriemuseum Chemnitz, Zwickauer Straße 119, 09112 Chemnitz

Di–Fr, 9–17 Uhr, Sa, So + Feiertag 10–17 Uhr

24., 25., 31. Dezember und 1. Januar geschlossen
Eintritt: im regulären Museumseintritt enthalten
Weitere Informationen: www.industriemuseum-chemnitz.de

Pressekontakt: Almut Hertel / presse@industriemuseum-chemnitz.de

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