Die Ausstellung gliedert sich in vier Kapitel: „Ankunft“ zeichnet die Wege nach Chemnitz und die ersten Schritte im Handel nach. „Erfolg“ zeigt exemplarische Unternehmensgeschichten aus Textilindustrie und Maschinenbau, wie zum Beispiel die Handschuhhersteller Gebrüder Becker oder der Teppich- und Maschinenfabrikant Kohorn & Co. „Verfolgung“ thematisiert die systematische Entrechtung und Enteignung während des Nationalsozialismus und beleuchtet individuelle Schicksale. „Spuren“ fragt nach dem Fortwirken: in Kunst, Architektur, Erinnerungskultur und internationalen Neuanfängen.
Originalobjekte, von Handschuhen über Bademoden und Werbegrafiken bis zu Maschinen, treffen auf persönliche Geschichten und digitale Zugänge. Eine interaktive Karte erschließt historische Firmenstandorte und lädt zu individuellen Stadtrundgängen auf den Spuren jüdischer Unternehmer ein. Auch geführte Touren mit der Gästeführerin Karin Meisel werden stattfinden – die erste am Sonntag, den 7. Juni, 10 bis 12 Uhr, über den Kaßberg.
„Erfolgsspuren“ verbindet wirtschafts- und kulturhistorische Perspektiven und öffnet den Blick für ein oft übersehenes Kapitel der Stadtgeschichte – bewegend, informativ und hochaktuell.
Die Ausstellung ist Teil des Themenjahres „Tacheles – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen“, das landesweit jüdisches Leben, Geschichte und Gegenwart sichtbar macht (https://tacheles.sachsen.de/).
Begleitprogramm
So, 07.06., 10–12 Uhr: Spaziergang über den Kaßberg auf den Spuren jüdischer Unternehmer
So, 21.06., 14–15 Uhr: Führung durch die Dauerausstellung mi einem Fokus auf „Erfolgsspuren“
So, 06.09., 10-12 Uhr: Spaziergang über den Kapellenberg auf den Spuren jüdischer Unternehmer
Exklusives Dinner mit dem Restaurant „Shalom“ in der Dauerausstellung des Industriemuseums Chemnitz im Herbst 2026. Termin wird demnächst bekanntgegeben.
Weitere Veranstaltungstermine folgen.
Industriemuseum Chemnitz, Zwickauer Straße 119, 09112 Chemnitz
Di–Fr, 9–17 Uhr, Sa, So + Feiertag 10–17 Uhr
24., 25., 31. Dezember und 1. Januar geschlossen
Weitere Informationen:www.industriemuseum-chemnitz.de
Pressekontakt: presse@industriemuseum-chemnitz.de