MITROPA – Zwischen Bahnsteig und Besteck
Wer erinnert sich nicht an das Klirren von Porzellan, den Duft von frisch gebrühtem Kaffee oder das Gefühl, im Speisewagen dem Horizont entgegenzureisen? Die MITROPA prägte über Generationen hinweg das Reisen auf Schienen.
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Wer erinnert sich nicht an das Klirren von Porzellan, den Duft von frisch gebrühtem Kaffee oder das Gefühl, im Speisewagen dem Horizont entgegenzureisen? Die MITROPA prägte über Generationen hinweg das Reisen auf Schienen und war weit mehr als ein Gastronomieunternehmen: Sie war ein Stück deutscher Alltags-, Design- und Kulturgeschichte.
Die Sonderausstellung lädt zu einer faszinierenden Zeitreise durch mehr als 110 Jahre Bahngastronomie ein. Von der Gründung im Jahr 1916 über die Zeit der deutschen Teilung bis zum Ende der Marke 2002 erzählt die Ausstellung von Reisenden, Kellnerinnen und Kellnern, Designerinnen und Designern sowie von den gesellschaftlichen Veränderungen, die sich im Speisewagen widerspiegelten.
Sieben Themenbereiche führen durch die Welt der MITROPA: von den Anfängen der Bahngastronomie über den Arbeitsalltag des Personals und die Speisekultur verschiedener Epochen bis hin zum legendären Mitropa-Design.
Originalobjekte, historische Speisekarten, Uniformen, Werbegrafiken und Erinnerungsstücke lassen diese besondere Reisekultur wieder lebendig werden.
Die Ausstellung spricht alle Sinne an: Bahnhofsatmosphäre, Klangkulissen, Duft- und Taststationen sowie Mitmachangebote machen Geschichte erlebbar. Kinder können auf eigene Entdeckungsreise gehen, ein Hörspiel erleben oder spielerisch Rätsel lösen. Designinteressierte begegnen den ikonischen Entwürfen der DDR-Gestalterin Margarete Jahny, deren Geschirr Generationen von Reisenden begleitete. Mit ihrer Verbindung aus Industriekultur, Designgeschichte, Mobilität und Erinnerungskultur eröffnet die Ausstellung neue Perspektiven auf die Frage, wie wir gestern, heute und morgen reisen.
Eine Ausstellung für Eisenbahnfans, Designliebhaber:innen, Familien, Schulklassen und alle, die sich an die besondere Atmosphäre des Reisens erinnern oder sie neu entdecken möchten.
Die Ausstellung wird gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen, der Sparkasse Chemnitz und der Ostdeutschen Sparkassenstiftung sowie dem Förderverein des Industriemuseums Chemnitz.